Projektleitung: Maria Grinevich

Wie kamen Sie auf diese interaktive Idee? Was hat Sie dazu bewegt?

 

Am Anfang dieser Idee waren drei Wörter: Abbau der Stereotypen. Die Frage zu diesen drei Wörtern war: Wie kann ich das greifbar gestalten? Das Thema beschäftigt mich, da ich hauptberuflich im Bereich der Interkulturellen Kommunikation arbeite. Dabei beobachte ich, wie viele Kommunikationssituationen die Kommunikationspartner unzufrieden lassen. Der Grund dafür ist die Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität. Unbewusst erwartet Einer, dass der Andere so agiert oder reagiert, wie die Mitmenschen aus seiner eigenen Kultur es üblich tun. Dazu werden noch die eigenen stereotypischen Vorstellungen addiert, wie anders der Andere sein soll. So eine Suppe aus den unbewussten Erwartungen und Vorstellungen! An der ersten Zutat arbeitet die Interkulturelle Kommunikation in ihren Workshops, indem die Kulturunterschiede erklärt werden. Wer arbeitet an der zweiten? An einem frühen Morgen habe ich begriffen: ich selber und jeder für sich selbst. Jeder kann daran arbeiten, den Ursprung eigener Stereotypen zu analysieren, diese auseinander zunehmen und zu reduzieren.

 

Wie der Computer im Hintergrund seine Updates durchführt, arbeitet unser Gehirn an der Suche nach Lösungen, währenddessen wir gehen, essen und arbeiten. An demselben Morgen kam die gestalterische Idee zur Visualisierung der Stereotypen. Das sollen die Türen sein. Wenn wir selber die Türen verschließen, können wir selber sie auch öffnen. Und offen lassen.

 

Projektkoordination: Zarine Peukert

Was gefällt Ihnen an diesem Projekt?

 

Zunächst ist es längst überfällig, ein solches Projekt ins Leben zu rufen. Der Alltag hat sich bei den meisten dahingehend geändert, dass viele Ängste und Pauschalisierungen entstanden sind. Klar, schlägt man die Zeitung auf, werden mehr negative Erlebnisse dargestellt und schaltet man den Fernseher an, bekommt man die Bilder dazu. Die Realität ist aber viel umfassender.

 

An diesem Projekt gefällt mir die Greifbarkeit der Vermittlung. Nicht mit erhobenen Zeigefinger – jeder kann sich selbst ein Bild machen und jeder wird sich selbst reflektieren können.

 

 

Assistenz der Projektkoordination: Olesya Fridel

Warum finden Sie das Thema so wichtig?

 

Das Miteinander geht uns doch alle an. Mein Motto ist schon seit Jahren: „Behandle den anderen, wie du selbst behandelt werden möchtest“.  Das ist für mich eines der einfachsten Dinge und doch machen es sich viele unglaublich schwer. Wir alle haben doch ein gemeinsames Ziel: Zufrieden und glücklich durch den Alltag kommen. Aber das können wir nur gemeinsam schaffen. Da sollte keiner denken, dass sich die Welt um ihn allein dreht.

 

Ich habe im Ausland viel gelernt und vor allem gesehen, wie glücklich viele leben, die zwar kein Geld - aber ihre Familie und Freunde haben und das „Miteinander“ leben. 

 


Ein Projekt des Kinder - und Elternzentrum
Kolibri e.V.

Gefördert im Rahmen des Landesprogramms
Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz